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Sommer 1986 Frankreich (Leucate) "Ein Unglück kommt selten allein"
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Sommer 1973 Jug / Grie

Am besten läßt es sich im Schatten aushalten. Mit zwei so lebhaften Kindern, wie unsere beiden Jungs waren ist es allerdings nicht immer einfach mal ein Buch oder eine Zeitschrift zu lesen.

Sommer 1986 Frankreich (Leucate) "Ein Unglück kommt selten allein"

1986 Juli / August Südfrankreich Ardeche uud Leucate

Micha eine Woche nach dem Beinbruch

Zwei Tage nach ben Beinbruch hatten wir viel Platz.

Gott sei Dank war mein Rücken damals noch gut beieinander, sodass es keine Probleme gab Micha auch etwas länger zu tragen.

Thomas hatte alle Hände voll zu tun seinen Bruder bei Laune zu halten. Beide haben sich trotz der widrigen Umstände toll gehalten.

Auch ohne verletzte Kinder eine tolle Möglichkeit und alte Surfbretter können so noch gut Verwendung finden

Der Surfwagen mit Kindersitz dient hier mal kurz als Schiedsrichterstuhl beim Tennisspielen auf dem Campingplatz.


In diesem Urlaub war unser erstes Reiseziel La Gorce an der Ibe, einem kleinen Nebenfluss der Ardeche. In diesem Ort wohnen Bekannte von uns, wo wir einige Tage auf ihrem Grundstück mit unseren Allrad Wohnmobil stehen können. Wir hatten wundervolles Wetter und die Badegumpen (kleine Wasserbecken) in der Ibe waren genau richtig zum Baden für unsere beiden Jungs.Nach drei Tagen ging es dann weiter nach Leucate ca. 50 km hinter Narbonne und 60 km vor der Spanischen Grenze.

Ziel war der Fkk-Campingplatz Ülusse. Ausgesucht hatten wir die Gegend nach einem Bericht im Surf -Magazin. Im Frühjahr und Herbst gibt es hier Wind bis 9 Winstärken aber auch im Sommer (nicht ganz so häufig) gibt es noch Wind bis 7 Windstärken. Genau richtig um mal bei Starkwind zu surfen.

Am zweiten Tag mußten wir dann allerdings schon das erste mal zum Arzt. Thomas hatte sich an der Ardeche einen kleinen Kratzer am Fuß zugezogen und dieser hatte sich sich entzündet. Über nacht war der Zeh so dick geworden das wir uns entschieden zum Arzt zu fahren. Der Zeh mußte aufgeschnitten werden und es wurde eine Trenage gelegt. Damit war für Thomas, die nächsten Tage, Baden tabu. Nicht gerade schön bei 35 Grad im Schatten, aber da wir dieses Jahr 4 Wochen Urlaub machen bleibt noch genug Zeit für das Meer. Mit einer Plastiktüte über den Fuß, mit Tape schön dicht abgeklebt, konnte er sogar kurz ins Wasser.

Zwei Tage später wollen wir dann eine kleine Radtour in der Ort unternehmen. Körbchen an die Fahrräder Kinder rein und ab geht die Post. Weit kommen wir allerding nicht. Kurz nach der Campingplatzeinfahrt nahm der Ausflug ein jehes Ende. Plötzlich blockiert mein Vorderrad und ich kann nicht verhindern das Micha und ich umkippen. Micha, der sonst nicht so leicht schreit wenn er sich weh getan hat,schreit wie am Spieß. Als ich mich gerappelt hatte, sah ich das ganze Unglück. Micha war mit seinem Fuß in die Speichen geraten und der Fuß war 180 Grad verdreht durch die Fordergabel gezogen. Man sah sofort das da was gebrochen sein muß. Gott sei dank hatte das Fahrrad Schnellspanner, sodas ich das Vorderrad schell ausbauen konnte. Was muss der kleine Spatz für Schnerzen gehabt haben. Vollkommen aufgelößt rennen wir zurück zum Platz um sofort zum Arzt zu fahren. Freundliche Camper haben mein Fahrrad zurück zum Platz gebracht. Beim Arzt angekommen wurden wir nach einer kurzen Untersuchung sofort weitergeschickt in ein Krankenhaus nach Narbonne. Gott sei dank stellte sich nach dem Röntgen heraus, das es ein glatter Bruch ist. Der Arzt versichtert uns dass das bei einem Zweijährigen nach drei Wochen erledigt sein kann. Ich muß zugeben, das wir hier das Erste und auch Einzige mal überlegt haben ob wir einen Urlaub abbrechen. Aber was sollte das ändern? Die lange Fahrt nach Haus und dann? Wir endschieden uns zu bleiben, was im nachhinnein auch gut war.

Wenn jemand denkt, dass das jetzt genug war, dann gebe ich ihm völlig recht, aber es kam noch einer drauf. Weitere Zwei Tage vergingen in denen die Nächte nicht so ganz angenehm waren. Besonders beim Schlafen hatte Micha sehr starke Schmerzen und hat sehr oft geweint. Wir hatten alle Hände voll zu tun um ihn zu beruhigen. Aber auch das hatte seine gute Seite. Die doch sehr engen Platzverhältnisse auf dem Campingplatz änderten sich für uns schlagartig. Zwei unmittelbare Nachbarn zogen in den beiden Tagen um und die Plätze wurden auch nicht wieder belegt. Am dritten Tag nach dem Beinbruch fährt Christel dann mit Micha zum Einkaufen. Die Wagen haben ja so praktische Kindersitze und jede Beschäftigung lenkt ihn von seinem Bein ab. Gleich zum Anfang des Einkaufs stellt Christel zwei Coka Cola Flaschen in den Wagen und kurz darauf explodiert eine Flasche. Was soll ich sagen? Micha wird von einem Spitter an der Stirn getroffen und hat eine 3cm lange Platzwunde. Er blutet wie verrückt und alle Leute im Supermarkt sind entsetzt. Christel kann es gar nicht fassen. Auch das noch und wieder Micha...Das kann doch nicht war sein. Also wieder schnell zum Arzt nach Leucate (Immer der gleiche) und die Wunde wird mit 5 Stichen genäht. Micha ist ganz tapfer und Thomas gibt sich auch alle Mühe den kleinen Kerl aufzumuntern. Die letzten drei Wochen ist dann auch nichts dramatisches mehr passiert. Not macht ja bekanntlich erfinderisch und wir haben einfach einge Sachen umkonstruiert (Siehe Bilder rechts). Surfbrett mit festgegurteten Kindersitzen wurde zum Boot und der Surfwagen wurde zum Beförderungsmittel für Micha umfunktioniert. Sogar eine Bergwanderung haben wir unternommen. Mit Micha auf den Schultern sind wir am Mount Cannigue in den Pyrenen gewandert. Nicht bis zum Gipfel, aber das haben wir aber zwei Jahre später nachgeholt.

Der Gips kam dann schon nach zweieihalb Wochen ab, und wir konnten noch ein paar kleine Ausflüge unternehmen. Zum Abreisetag konnte Micha auch wieder fast richtig laufen. Wir glauben nicht, das wir alle es zu Hause leichter gehabt hätten. Die Urlaubsstimmung und das schöne Wetter hatten auch sicherlich zu der schnellen Heilung beigetragen. Für uns ist der Uraub natürlich auch etwas anders gelaufen wie geplant, war aber trotzdem den Umständen entsprechend schön.

Meinen eigentlichen Wunsch zu surfen konnte ich einmal nachgehen. An drei Tagen hatten wir Starkwind bis 10 Windstärken und an Windsurfing war nicht zu denken. An einem Tag hatten wir sogar alle Hände voll zu tun um unser Zelt zu sichern. Bei so einem Sturm kippen schon mal ein paar Wohnwagen um und die Zelte werden reihenweise zu Drachen. In den folgenden Jahren sind wir noch ca. 10 mal nach Leucate gefahren, ohne solche Missgeschicke aber mit viel Spaß auf dem Surfbrett und bei vielen anderen schönen Dingen.




hans.schulenburg@kabelmail.de

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